Hummel

Im Juni ging Ex-Pitzi Hummel über die Regenbogenbrücke

Good bye – Hummel

Neun Jahre mit unserer Hummeldum gingen am letzten Montag zu Ende und sie fehlt hier an allen
Ecken und Kanten. Geräusche, Bewegungen und nicht zuletzt die kleinen Reste für den „Spüldienst“
erinnern intensiv an die Maus, die ja angeblich so gefährlich sein sollte. Unvergessen der Besuch, als
wir uns über einen geeigneten Hausgenossen bei Pit, Staff & Co umschauten – Claudia zeigte Nathalie
und mir eventuelle Kandidaten und als wir Daniel davon in Kenntnis setzen wollten, war der
verschwunden. Nicht ganz verschwunden, aber im Zwinger von Hummel zum Kampfschmusen.

Hummel war gerade vom Bonner (?) Tierheim übernommen worden, da sie wohl bissig sei. Lange
überlegen, ob dieser Hund das richtige für uns sei, konnten wir nicht, denn Hummels Zuneigung zu
Daniel übertrug sie blitzschnell auch auf die mitgereisten Mädels. Nach ein paar Besuchen war es
dann soweit: ein erster Wochenendbesuch in Bockeroth stand an. Langsames Beschnuppern mit
Fellnase Sancho und das Eis war gebrochen. Danach stand dem Umzug nichts mehr im Weg.

Vorsichtshalber noch ein paar Übungsstunden mit einer Hundetrainerin und Hummel machte sich
zusehends. Nur Australian Shepherds waren nicht ihr Fall und wurden lautstark verbellt. Spazieren
gehen, relaxen, im kleinen Pool ausgiebig scharren und Wasser unter den Bauch – und auf die
Umsitzenden – spritzen, aber auch gut aufs Haus aufpassen, waren ihre Highlights. Mit ihrem
freundlichen Wesen, das keinerlei Rückschlüsse auf irgendeine Gefährlichkeit zuließ, eroberte sie die
Herzen von Freunden und Bekannten, die sie auch – zumindest solange sie noch alles hörte –
ausgiebig begrüßte, wenn sie zu Besuch kamen. Ein kleiner Sturkopf war sie zwar auch hin- und
wieder und Spaziergänge im Regen so gar nicht ihr Fall – die Farbe könnte ja aus dem Fell gehen.
Im letzten Herbst dann die schlechte Nachricht: Ihr erkennbarer Gewichtsverlust war einem Tumor auf
der Leber geschuldet und da auf dem Ultraschall nicht erkennbar war, ob der vielleicht nur auf einem
Leberlappen saß, riet die Tierärztin in Lohmar von einer Operation bei einer 13-jährigen Hündin ab.
„Machen Sie sich und ihr noch eine schöne Zeit“, waren ihre Abschiedsworte und daran haben wir
uns gehalten. Neun Jahre – und damit haben wir ihre Lebensbilanz mit einem eigenen Zuhause
nahezu verdoppelt – war sie unsere Schmusebacke, Zaubermaus, Hummeli und wie sie sich sonst
noch nennen ließ. Nun wacht sie von oben – und das Schild am Garteneingang „I make it to the fence
in 6.2 seconds“ muss abschreckend genug wirken, dass hier sich kein Einbrecher zu schaffen macht.

R.i.P – kleine Maus.